Finken



Es gab ja Zeiten, da galten Finken als spiessig, zumindest als unmännlich. Stubenhocker trugen Finken, Langweiler, Muttersöhnchen.

Das ist heute anders.

Wer heute als Mann mit der Mode gehen will, kauft sich Finken, die es unterdessen in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Materialien gibt.

Ich persönlich ziehe Filzfinken mit einer Ledersohle vor, mit denen man sich fast lautlos durch die Wohnung bewegt.

Aber ich habe auch schon Finken aus reiner Schurwolle getragen, mit biegsamer Gummisohle. Nicht schlecht sind auch Finken aus Alpakafell, gefüttert mit Schafwolle. 

Speziell beliebt in unserer Gegend sind die Buchfinken, obwohl sie natürlich in ganz Mitteleuropa vorkommen. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von der Küste bis zur Baumgrenze im Gebirge. Es gibt sie in fast allen Grössen, sie wiegen zwischen 18-25 Gramm, sind also federleicht, was den Vorteil hat, dass man sie kaum an den Füssen spürt.


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Alle Buchfinken unabhängig vom Geschlecht haben einen weissen Schulterfleck, eine weisse Flügelbinde und weisse Steuerfedern.

Sonst unterscheiden sich die Männerfinken von den Finkenweibchen.

Bei den Männerfinken sind Körperunterseite und Kopf- und Körperseiten im Sommer bräunlichrosa bis rotbraun, im Winter mehr bräunlichgrau. Die Weibchen sind auf der Körperoberseite olivgrau und auf der Körperunterseite etwas heller. Die Kinderfinken haben meistens die Farben der erwachsnen Weibchen.

Man darf die Finken nicht mit den Pantoffeln verwechseln, die hinten offen sind und also leicht verloren gehen. Im Gegensatz zu den Pantoffeln gibt es unter den Finken auch keine Pantoffelhelden.

Jac. Janssen,CC BY 2.0